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Hunde spielen mit Hunden UND mit Menschen - oder?

Hunde spielen mit Hunden UND mit Menschen - oder?

Es gibt Menschen (Hundehalter und Hundetrainer), die die Ansicht vertreten, dass Hunde zu Freundschaft und Spiel nicht fähig sind, weil sie nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und eigentlich immer um den eigenen Status kämpfen bzw. diesen verbessern oder verteidigen wollen.

Ich bin überzeugt, dass Hunde zu Freundschaft und wirklichem Spiel fähig sind – mit Artgenossen UND mit Menschen. Und ich bin überzeugt, dass Spiel für die positive Entwicklung von Menschen und Hunden von großer Bedeutung ist und diese Art der Interaktion sehr viel für die Beziehung zwischen beiden leisten kann.

Aber was ist denn nun Spiel unter sozialen Lebewesen? Grundsätzlich ist Spiel immer freiwillig und Spiel findet nur statt, wenn sich die Spielpartner sicher und entspannt fühlen und einander vertrauen. Wenn ein Lebewesen Angst, Hunger oder Schmerzen hat, wird es nicht spielen. Es gibt viele Berichte von Hundehaltern die einen Hund aus schlechter Haltung oder dem Tierschutz aufgenommen haben, die zunächst kein Spiel zeigen. Oft dauert es eine ganze Weile, bis solche Hunde ausreichendes Vertrauen zu ihren Menschen aufgebaut habe, um mit ihnen zu spielen. Die Bereitschaft zum Sozialspiel – also Spiel zwischen Spielpartnern ohne besonderes Spielzeug oder andere Motivationsmittel – kann man nicht erzwingen und nicht „erkaufen“. Und Spiel findet nur solange statt, wie es beiden Spielpartnern Spaß macht. Um ein Spiel zu beginnen, gibt es immer eine „Einladung“ von einer Seite und diese kann angenommen, aber auch abgelehnt werden

Sozialspiel zwischen Mensch und Hund ist kein Wettbewerb, bei dem einer gewinnen kann. Spiel hat kein Ziel – außer den Spaß der Spielenden daran. Ein Intelligenzspiel für Hunde, das Apportieren eines Futterbeutels oder der Einsatz einer Reizangel ist nach dieser Definition kein Spiel, denn letztlich soll der Hund dabei immer eine Aufgabe lösen und wird für die Erreichung des Ziels belohnt. Der Hund macht dieses „Spiel“ mit, um an die Belohnung zu kommen.

Echtes Sozialspiel zwischen Hunden aber auch zwischen Menschen und Hunden ist dagegen selbstbelohnend, es wird nur um des Spielens willen betrieben, nicht aufgrund einer zu erwarteten Belohnung. Weitere wichtige Bestandteile eines wirklichen Sozialspiels sind der Rollentausch und das Selbsthandicap. Beim Rennspiel ist jeder Spielpartner mal der Jäger und mal der Gejagte, beim Zerrspiel darf jeder mal gewinnen. Und damit auch ein Spiel zwischen sehr unterschiedlichen Partner funktionieren kann, lässt sich auch der ältere, erfahrene oder stärkere Partner sich mal vom anderen „angreifen“ und „besiegen“. Man kann dies sehr gut beobachten, wenn zwei Hunde miteinander spielen, die eine sehr unterschiedliche Körpergröße haben. Da ist immer wieder zu beobachten, wie der deutlich größere Hund sich auf die Seite legt, damit der kleinere Spielpartner „auf Augenhöhe“ ist und ihn in diesem Spiel auch mal besiegen kann. Bei Rennspielen kann man beobachten, wie der Gejagte sich immer wieder umdreht, um sich zu vergewissern, dass der „Jäger“ auch wirklich hinterherkommt.

Damit zwischen Menschen und Hunden ein Sozialspiel zustande kommen kann, ist eine entspannte Atmosphäre notwendig und ein großes Vertrauen auf beiden Seiten. Kein Mensch wird (oder sollte) auf die Idee kommen, mit einem fremden 40-Kilo-Hund auf dem Teppich zu rangeln – so etwas kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen und ist definitiv keine gute Idee!

Aber gerade mit Welpen und jungen Hunden ist das gemeinsame Spiel mit ihren Menschen aus meiner Sicht sehr wichtig und es macht auch einfach viel Spaß. Und wenn der Mensch und sein Hund sich gut kennen und sich gegenseitig vertrauen, dann kann auch Erwachsener wunderbar mit einem 2-Kilo-Hund spielen genauso wie mit einem 30-Kilo-Hund. Ich finde es immer einfach schön, mit meinen Hunden auf diese Weise zu spielen, und freue mich an diesen wirklich gemeinsamen Momenten. Wer es noch nicht probiert hat – es ist einen Versuch wert!

Allen Mensch-Hund-Teams eine schöne Adventszeit und frohe Weihnachten wünscht Susanne Gerlach mit Emma (für immer in meinem Herzen), Lucy und Joy

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